Browser erschweren es zunehmend, Besucher mit Third-Party-Cookies zu verfolgen. Für Unternehmer und Website-Betreiber bedeutet dies, dass bestehende Methoden für Tracking, Remarketing und Besucheranalyse weniger zuverlässig werden. Wer darauf mit eigenen Daten, einer guten technischen Basis und alternativen Messmethoden reagiert, behält den Überblick über Besucher, ohne von Cookies Dritter abhängig zu sein.
Was sind Third-Party-Cookies genau
Ein Cookie ist eine kleine Datei, die eine Website im Browser eines Besuchers speichert. Es gibt einen Unterschied zwischen First-Party-Cookies, die von der besuchten Website selbst gesetzt werden, und Third-Party-Cookies, die von einer anderen Domain gesetzt werden, zum Beispiel einem Werbenetzwerk oder Tracking-Dienst. First-Party-Cookies sind oft für grundlegende Funktionen wie einen Warenkorb oder eine Login-Sitzung notwendig. Third-Party-Cookies werden vor allem genutzt, um Besucher über verschiedene Websites hinweg zu verfolgen, damit Werbung persönlicher gestaltet werden kann.
Browser wie Safari und Firefox blockieren Third-Party-Cookies bereits standardmäßig, und auch andere Browser bewegen sich in diese Richtung. Die Folge ist, dass Tracking-Methoden, die darauf basieren, immer weniger Daten liefern.
Warum das wichtig für deine Website ist
Viele Unternehmer nutzen Third-Party-Cookies, ohne es zu merken, zum Beispiel über Werbe-Pixel, Remarketing-Skripte oder eingebettete Videos. Wenn diese Cookies nicht mehr funktionieren, hat das Folgen für:
- Remarketing: Besucher, die deine Website zuvor besucht haben, sind schwerer erneut mit gezielter Werbung zu erreichen.
- Analytics: Berichte über Besucherverhalten über mehrere Sitzungen und Domains hinweg werden weniger genau.
- Conversion-Messung: Die Verknüpfung eines Werbeklicks mit einem späteren Kauf wird schwieriger.
Zudem spielt die Datenschutzgesetzgebung eine Rolle: Besucher müssen ausdrücklich der Verfolgung zustimmen, und viele Menschen lehnen dies ab. Websites, die vor allem auf First-Party-Daten und eigene E-Mail-Adressen setzen, sind gegenüber diesen Entwicklungen weniger anfällig.
Alternativen zum Cookie-Tracking
Statt dich auf Third-Party-Cookies zu verlassen, kannst du auf Methoden setzen, die weniger von externem Tracking abhängig sind:
- First-Party-Daten: Sammle Daten direkt über deine eigene Website, zum Beispiel über Konten, Newsletter-Anmeldungen oder Formulare.
- E-Mail-Marketing: Eine eigene E-Mail-Liste funktioniert unabhängig von Cookie-Richtlinien. Eine zuverlässige Absenderdomain über geschäftliche E-Mail hilft bei der Zustellbarkeit dieser E-Mails.
- Server-seitiges Tracking: Messungen, die über den Server laufen statt nur über den Browser, sind weniger anfällig für Cookie-Blockaden.
- Kontextbezogene Werbung: Werbung basierend auf dem Inhalt einer Seite statt auf dem Verhalten eines einzelnen Besuchers.
- Consent-Management: Ein klares Cookie-Banner, bei dem Besucher bewusst wählen, sorgt für sauberere und nutzbarere Daten von denjenigen, die tatsächlich zustimmen.
Was du jetzt konkret tun kannst
Du musst nicht warten, bis Cookies vollständig verschwinden, um deine Website vorzubereiten. Einige praktische Schritte machen dich weniger abhängig von Third-Party-Tracking.
Inventarisiere, welche Cookies du verwendest
Überprüfe über den Browser oder ein Scan-Tool, welche Cookies und Skripte auf deiner Website aktiv sind und welche davon von Drittanbietern stammen.
Sorge für ein korrektes Cookie-Banner
Gib Besuchern eine echte Wahl und platziere Tracking-Cookies erst, nachdem jemand dem zugestimmt hat.
Investiere in eigene Kanäle
Baue eine E-Mail-Liste auf und fördere Konten oder Anmeldungen, damit du Besucher auch ohne Cookies weiterhin erreichen kannst.
Überprüfe deine technische Basis
Eine schnelle, zuverlässige Website mit korrekt eingerichtetem SSL und DNS bildet die Grundlage für gute Messungen und eine vertrauenswürdige Domain. Das verwaltest du einfach über Plesk auf Webhosting mit NVMe-Speicher.
Erwäge server-seitige Messung
Bespreche mit deinem Entwickler oder deiner Analytics-Agentur, ob server-seitiges Tracking für deine Situation möglich und sinnvoll ist.
Häufig gestellte Fragen
Verschwinden alle Cookies?
Nein, First-Party-Cookies, die für Funktionen wie Login oder einen Warenkorb notwendig sind, funktionieren weiterhin. Es geht vor allem um Third-Party-Cookies, die zum Verfolgen über Websites hinweg genutzt werden.
Hat das Auswirkungen auf meine Google-Analytics-Daten?
Ja, insbesondere Berichte über mehrere Sitzungen, Geräte oder Quellen können weniger vollständig werden. First-Party-Messungen innerhalb deiner eigenen Website funktionieren weiterhin gut.
Muss ich mein Cookie-Banner anpassen?
Überprüfe, ob dein Banner Besuchern eine echte, spezifische Wahl pro Cookie-Typ bietet und ob Tracking-Skripte erst nach Zustimmung geladen werden. Dies ist ohnehin bereits gesetzlich vorgeschrieben.
Ist eine eigene Domain und E-Mail-Adresse dabei wichtig?
Ja, eine erkennbare und vertrauenswürdige Domain über Domainnamen sowie eine korrekt eingerichtete geschäftliche E-Mail-Adresse erhöhen das Vertrauen der Besucher und die Zustellbarkeit deiner Newsletter.
Wo finde ich Hilfe bei technischen Einstellungen wie SSL und DNS?
Erklärungen zu diesen Einstellungen findest du in der Wissensdatenbank, und bei Fragen kannst du jederzeit den Support kontaktieren.
Fazit
Das Verschwinden von Third-Party-Cookies verändert, wie du Besucher verfolgen und erreichen kannst, bedeutet aber nicht das Ende des Online-Marketings. Durch den Einsatz von First-Party-Daten, einer eigenen E-Mail-Liste, einem korrekten Cookie-Banner und einer soliden technischen Basis behältst du den Überblick über deine Besucher und bleibt deine Website gut funktionsfähig, unabhängig von zukünftigen Änderungen der Cookie-Richtlinien.