Eine Domain zu einem anderen Provider zu übertragen klingt kompliziert, ist im Kern aber eine Frage von einem Transfercode (EPP-Code) anfordern und die Übertragung bestätigen. Mit der richtigen Vorbereitung erleidet deine Website oder E-Mail keinen Moment Verzögerung. In diesem Artikel liest du Schritt für Schritt, wie du eine Domain sicher überträgst, wodurch Verzögerungen entstehen können und wie du das verhinderst.
Was eine Domainübertragung genau ist
Bei einer Domainübertragung wechselt nur die Registrierung deines Domainnamens zu einem anderen Registrar; die Website und E-Mail funktionieren weiterhin wie eingerichtet, solange die DNS-Einstellungen stimmen. Das ist etwas anderes als der Umzug deines Hostings selbst. Du kannst deine Domain übertragen, ohne deine Website umzuziehen, und umgekehrt.
Die Übertragung wird mit einem eindeutigen Transfercode (auch Auth-Code oder EPP-Code genannt) gesichert. Diesen Code forderst du bei deinem aktuellen Provider an und gibst ihn an den neuen Provider weiter, um die Übertragung zu starten.
Schritt-für-Schritt-Plan: Domain übertragen
Prüfe den Domainstatus
Stelle sicher, dass deine Domain nicht gesperrt ist (Transfer-Lock) und die Registrierung nicht kürzlich verlängert wurde; manche Endungen haben eine Wartezeit nach Verlängerung.
Fordere den Transfercode an
Melde dich bei deinem aktuellen Provider an und beantrage den EPP-Code bzw. Transfercode. Dieser wird oft per E-Mail an die bei der Domain hinterlegte Adresse gesendet.
Notiere deine aktuellen DNS-Einstellungen
Schreibe die bestehenden DNS-Records (A, MX, TXT) auf, bevor du etwas änderst, damit du sie später exakt wiederherstellen kannst.
Starte die Übertragung beim neuen Provider
Gib die Domain und den Transfercode beim neuen Provider ein. Meist erhältst du eine Bestätigungsmail, die du genehmigen musst.
Prüfe und stelle die DNS wieder her
Setze nach der Übertragung die DNS-Records wie in Schritt 3 notiert zurück, damit Website und E-Mail ohne Unterbrechung weiterlaufen.
Der Transfercode bildet das Bindeglied zwischen altem und neuem Provider.
Häufige Probleme
Die meisten Verzögerungen bei einer Domainübertragung entstehen durch einen dieser Gründe:
- Transfer-Lock aktiv: Deaktiviere diesen zuerst bei deinem aktuellen Provider, bevor du den Code anforderst.
- Veraltete Kontaktdaten: Wenn die bei der Domainregistrierung hinterlegte E-Mail-Adresse nicht mehr stimmt, kommt der Transfercode nie an. Prüfe und aktualisiere dies zuerst.
- Domain kürzlich registriert oder verlängert: Viele Endungen haben eine Mindestfrist, bevor eine Domain übertragen werden darf.
- Falscher oder abgelaufener Code: Fordere im Zweifel einen neuen Code an, statt abzuwarten, ob es doch noch klappt.
Bist du unsicher über die richtigen Einstellungen für deine Domain, sieh dir die Optionen bei Domainnamen an für Erklärungen zu Registrierung und Verwaltung.
Downtime und E-Mail während der Übertragung verhindern
Eine Domainübertragung muss keinen Einfluss auf deine Website oder E-Mail haben, sofern du die DNS-Records korrekt übernimmst. Achte besonders auf die MX-Records, denn diese bestimmen, wohin deine E-Mail zugestellt wird. Sind diese nach der Übertragung falsch oder leer, kommt eingehende E-Mail nicht an.
Übertrage Website und E-Mail gleichzeitig zu einem neuen Hostinganbieter, prüfe vorher, wie die neue Umgebung eingerichtet ist. Einen Überblick, worauf dabei zu achten ist, findest du bei Wechsel zu Tandata. Für E-Mail, die getrennt von deiner Website gehostet wird, ist es ratsam, die Einstellungen über Business-E-Mail zu überprüfen, damit SPF-, DKIM- und MX-Records stimmen, bevor du live gehst.
Nach der Übertragung kann es etwas dauern, bis Änderungen überall sichtbar sind, da DNS-Informationen weltweit aktualisiert werden müssen. Das ist normal und nachvollziehbar; schau im Zweifel in unserer Wissensdatenbank unter Support nach.
Häufig gestellte Fragen
Kostet eine Domainübertragung zusätzliche Zeit, in der meine Website offline ist?
Nein, wenn die DNS-Records korrekt bestehen bleiben oder korrekt übernommen werden, bleibt deine Website während und nach der Übertragung ganz normal erreichbar.
Wo fordere ich meinen Transfercode an?
Bei deinem aktuellen Provider, meist über das Verwaltungspanel bei den Domaineinstellungen. Manchmal musst du dies telefonisch oder per Ticket anfragen.
Kann ich meine Domain übertragen, ohne das Hosting zu wechseln?
Ja, das ist problemlos möglich. Achte dann darauf, dass die DNS-Records nach der Übertragung unverändert auf deine aktuelle Hostingumgebung verweisen.
Wie lange ist ein Transfercode gültig?
Das unterscheidet sich je nach Registrar und Endung, aber oft ist ein Code nur begrenzt gültig. Fordere den Code deshalb erst kurz vor dem Start der Übertragung an.
Fazit
Eine Domain zu übertragen dreht sich um drei Dinge: den Transfer-Lock deaktivieren, den Transfercode korrekt anfordern und die DNS-Records nach der Übertragung wiederherstellen. Gehst du dabei sorgfältig vor, merkt niemand etwas vom Wechsel.