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Firewall in Plesk einrichten: So sicherst du deinen Server ab

📅 7 octobre 2026 ✏️ 7 octobre 2026 ⏱ 4 min leestijd

Erfahre, wie du die Firewall in Plesk einrichtest, um deine Website und deinen Server vor unerwünschtem Verkehr zu schützen, ohne legitime Besucher zu blockieren.

Eine Firewall bestimmt, welcher Netzwerkverkehr deinen Server erreichen darf und welcher abgewehrt wird. In Plesk gibt es dafür ein integriertes Modul, mit dem du Ports öffnen und schließen kannst, ohne mit der Command Line arbeiten zu müssen. Dieser Artikel zeigt, wie du die Plesk Firewall einrichtest, welche Ports geöffnet bleiben müssen und wie du verhinderst, dass du dich versehentlich aussperrst.

Was macht die Plesk Firewall genau

Die Plesk Firewall ist eine Verwaltungsebene oberhalb der Firewall des Betriebssystems (meistens iptables oder firewalld). Statt selbst Regeln zu schreiben, wählst du in Plesk pro Dienst oder Port, ob dieser offen, geschlossen oder nur von bestimmten IP-Adressen erreichbar sein soll. Das ist praktisch für Dienste wie SSH, FTP und die Plesk-Oberfläche selbst, die du manchmal nur von deinem eigenen Büro- oder Heimnetzwerk aus zugänglich machen möchtest.

InternetPlesk FirewallServer

Die Firewall steht zwischen Internet und deinem Server und bestimmt, welcher Verkehr durchgelassen wird.

Firewall aktivieren und einrichten

So aktivierst du die Firewall und richtest eine erste Basiskonfiguration ein:

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Öffne das Firewall-Modul

Melde dich bei Plesk an und gehe zu Tools & Einstellungen > Firewall. Hier siehst du eine Übersicht aller Regeln pro Dienst.

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Überprüfe die Standardregeln

Plesk schlägt bei der Installation bereits ein grundlegendes Regelwerk vor, zum Beispiel für den Zugriff auf Webverkehr, Mail und die Plesk-Oberfläche. Kontrolliere, ob diese mit deinen Anforderungen übereinstimmen.

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Passe Regeln bei Bedarf an

Möchtest du zum Beispiel SSH nur von deiner eigenen IP-Adresse aus zulassen? Klicke auf die Regel, füge deine IP-Adresse als Ausnahme hinzu und beschränke den Rest.

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Aktiviere die Regeln

Klicke auf Änderungen übernehmen. Plesk fragt oft um Bestätigung, da eine falsche Regel dich aussperren kann.

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Teste den Zugriff

Öffne deine Website und versuche, dich bei Plesk sowie gegebenenfalls über SSH oder FTP anzumelden, um zu prüfen, ob alles noch erreichbar ist.

💡 Tipp: Halte immer einen zweiten Weg bereit, um auf deinen Server zuzugreifen (zum Beispiel über einen Konsolenzugang deines Hostinganbieters), bevor du strenge Regeln aktivierst.

Welche Ports müssen geöffnet bleiben

Einige Ports sind fast immer notwendig, damit deine Website und E-Mail funktionieren:

  • Port 80 und 443: für normalen Webverkehr (HTTP und HTTPS).
  • Port 21 und zugehörige passive Ports: für FTP-Zugang, falls du diesen nutzt.
  • Port 25, 465, 587, 993, 995: zum Senden und Empfangen von E-Mails.
  • Port 8443: für den Zugriff auf die Plesk-Oberfläche selbst.
  • Port 22: für SSH-Zugang, idealerweise auf bekannte IP-Adressen beschränkt.

Schließt du einen dieser Ports versehentlich, können Besucher deine Website nicht mehr erreichen oder deine E-Mail funktioniert nicht mehr. Kontrolliere daher nach jeder Änderung, ob alles noch funktioniert, sowohl die Website als auch der ein- und ausgehende Mailverkehr über deine geschäftliche E-Mail.

Häufige Fehler vermeiden

Der häufigste Fehler ist, sich selbst auszusperren, indem SSH oder der Plesk-Port zu hart geschlossen wird, ohne eine Ausnahme für die eigene IP-Adresse. Ändere daher lieber eine Regel nach der anderen und teste direkt nach jeder Anpassung. Eine weitere Falle ist das vollständige Deaktivieren der Firewall, weil etwas nicht funktioniert, anstatt die spezifische Regel zu untersuchen, die das Problem verursacht.

Beachte auch, dass eine Firewall kein Ersatz für andere Sicherheitsmaßnahmen ist. Sorge außerdem für starke Passwörter, aktuelle Software und, wo möglich, Zwei-Faktor-Authentifizierung für dein Hostingkonto. Zweifelst du an einer Konfiguration, schau in der Wissensdatenbank nach weiteren Hintergrundartikeln oder kontaktiere den Support.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich mich mit der Plesk Firewall selbst aussperren?

Ja, wenn du zum Beispiel den Port für Plesk selbst oder SSH vollständig schließt, ohne eine Ausnahme für deine eigene IP-Adresse, kannst du dich nicht mehr anmelden. Teste daher immer direkt nach einer Änderung.

Ist die Plesk Firewall ausreichend Schutz für meine Website?

Die Firewall ist eine wichtige Schutzebene, funktioniert aber am besten in Kombination mit aktueller Software, starken Passwörtern und regelmäßigen Backups.

Muss ich die Firewall selbst einrichten oder macht mein Hoster das bereits?

Viele Hostinganbieter liefern eine Basiskonfiguration, aber spezifische Anpassungen wie IP-Beschränkungen für SSH richtest du meist selbst über Plesk ein.

Fazit

Die Plesk Firewall gibt dir übersichtliche Kontrolle darüber, welcher Verkehr deinen Server erreichen darf, ohne dass du Command-Line-Kenntnisse benötigst. Beginne mit den Standardregeln, passe vorsichtig an, wo nötig, und teste jedes Mal direkt, ob alles erreichbar bleibt. So hältst du deinen Server sicher, ohne Besucher oder dich selbst auszusperren.

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